Reich wird reicher und arm wird ärmer

Die meisten Menschen in Deutschland sind arm. Jeder zweite Mensch hat weniger als 2.000€ Rücklagen. Jeder vierte Mensch in Deutschland hat gar keine Rücklagen oder sogar Schulden. Gleichzeitig erhöht sich der Reichtum der Reichsten.

In Deutschland haben die zwei reichsten Familien mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Gesellschaft. Alleine das Vermögen der Familie Boehringer/von Baumbach wird auf über 50 Milliarden Euro geschätzt – die Familie nutzt ihr Geld, um kaum in der Öffentlichkeit stattzufinden. Gemeinsam mit Dieter Schwarz besitzen die beiden Familien mehr Geld als 42.000.000 Menschen in Deutschland.

Die Hintergrundgrafik auf dieser Website ist keine Dekoration: Sie illustriert die Vermögensungleichheit in Deutschland: Der schwarze Teil steht für das reichste Drittel Deutschlands, welches 92% des individuellen Nettovermögens besitzt. Das mittlere Drittel besitzt 9%. Und das ärmste Drittel hat insgesamt ein negatives Nettovermögen von -1%. Sie sind also unterm Strich verschuldet.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt: Mehr als die Hälfte des privaten Vermögens in Deutschland wurde nicht selbst erwirtschaftet, sondern vererbt oder verschenkt. Während die reichsten zehn Prozent etwa die Hälfte aller Erbschaften und Schenkungen erhalten, erbt die ärmere Hälfte der Bevölkerung im Durchschnitt nur rund 3.600 Euro netto.

Reichtum und Armut existieren in Deutschland nicht getrennt voneinander. Sie sind zwei Seiten derselben Verteilung. Die Frage ist deshalb nicht, ob Deutschland reich genug ist. Die Frage ist: Wie ist dieser Reichtum verteilt – und wer profitiert davon?

Ärmstes ⅓

Mittleres ⅓

Reichstes ⅓